Angst vor der Zahnbehandlung?

Fast jeder dritte Bundesbürger hat mehr oder weniger Angst vor der Zahnbehandlung. Bei ca. 12 Millionen Menschen ist die Angst jedoch so groß, dass sie den Besuch beim Zahnarzt ganz vermeiden. Die Folgen sind zunehmender Gebissverfall und infolgedessen gesellschaftliche Isolation – man traut sich nicht mehr zu sprechen oder zu lächeln und man schämt sich seiner Angst und seiner schlechten Zähne.
Oft traut man sich auch nicht, das Problem im Freundes- oder Verwandtenkreis anzusprechen, weil man fürchtet, auf Unverständnis zu stoßen. „Das ist doch überhaupt kein Problem“, „stell Dich nicht so an“ und „da muss man halt durch“ sind die häufigsten Kommentare.
Angstpatienten brauchen einen verständnisvollen Zahnarzt, der auf ihre Bedürfnisse eingeht. Sie brauchen Geduld und Einfühlungsvermögen.

Bitte sagen Sie schon bei der Terminvergabe, dass Sie Angstpatient sind, unsere Mitarbeiterinnen werden dann einen speziellen Termin mit Ihnen vereinbaren. Sollten Sie nur ein Gespräch wünschen – kein Problem, auch das ist möglich.
Kleine Tricks, die Ihnen vielleicht bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch helfen:

  • Sehen Sie Ihren Zahnarzt/ärztin als Partner an, der Ihnen helfen will.
  • Versuchen sie den ersten Termin als Nur-Gesprächstermin zu vereinbaren, wenn möglich kann vielleicht eine Röntgenaufnahme erstellt werden, um einen ersten Befund zu bekommen.
  • Erklären Sie dem Zahnarzt/ärztin, wie Sie sich Ihre Behandlung vorstellen und beschreiben Sie ihm, welche Ängste Sie haben.
  • Vereinbaren Sie mit Zahnarzt/ärztin und Assistentin ein Stopp-Signal, um die Behandlung bei Bedarf unterbrechen zu können.
  • Vielleicht hilft es Ihnen, wenn der/die Zahnarzt/ärztin bei Behandlungen immer wieder kleine Pausen einlegt.
  • Und zuletzt: Lassen Sie sich telefonisch an Ihren nächsten Vorsorgetermin erinnern, denn auch der regelmäßige Zahnarztbesuch hilft, Ängste abzubauen.